Spannender erster Wettkampf nach der Sommerpause: Der Startgemeinschaft Bad Wünnenberg/Elsen gelang es im ersten Landesligawettkampf nach der Sommerpause, dem bisher führenden Verein Isselhorst sechs Gerätepunkte abzunehmen. Vor heimischer Kulisse in der Elsener Turnhalle zeigten Lewis Barhoumi, Lars Borghoff, Olaf Klinke, Thorsten Walter und Julian Woeste, dass sie sich auch nicht vor einer Verbandsligamannschaft verstecken müssen. Nach dem Boden lagen beide Mannschaften quasi gleichauf. Das Seitpferd gewannen die Gäste dank einer starken Einzelleistung. An den Ringen holten sich die Gastgeber einiges von den zwei Punkten Rückstand zurück, aber nicht so viel wie erhofft. Julian zeigte dabei gleich drei verschiedene Kreuzhänge in seiner Übung. Den Sprung, sonst nicht unbedingt unser stärkstes Gerät, gewann Julian für die SG mit seinem schwierigen Handstandüberschlag Salto, wo alle anderen nur normale Handstandüberschläge zeigten. Trotzdem reichte das nicht ganz, um den Rückstand über die letzten zwei Geräte Barren und Reck ganz wett zu machen. Isselhost konnte am Königsgerät noch einmal mit einer sehr sehenswerten Übung auftrumpfen. So verlor die SG am Ende gegen Isselhorst mit rund 195 zu 197 Punkten.
Am Samstag, den 22. Juni fand eine Premiere statt: Das erste „Maikäferfest zum Anfassen“. In kleinerem Rahmen, ohne Brimborium und Blasmusik, dafür mehr Geräte, mehr Mitmachen. Die Stadt Wünnenberg ließ die ausrichtende Turnabteilung die Grundschulturnhalle für die Veranstaltung nutzen. (Wir sagen dankeschön!) Die Zuschauer bekamen einen Querschnitt durch die Turngruppen präsentiert. Angefangen von der eher breitensportorientierten Gruppe von Franz und Felix Hegers, über die Nachwuchsgruppen von Olaf Klinke und Angelina Döring bis zu den Wettkampfgruppen von Thorsten Walter, Bruno Hötger und der Landesligamannschaft der Herren zeigten alle ihr Können. Die Mädchengruppen hatten das Gelernte aus dem Training in Choreografien zu Musik verpackt, zeigten aber auch einige ihrer Wettkampfübungen. Nach den akrobatischen Darbietungen durften die kleinen Zuschauer direkt an die Geräte und am eigenen Leib erfahren, wie schwer das ist, was sie gerade gesehen hatten. Während Kuchen, Würstchen und kalte Getränke die Eltern und Gäste erfreuten, tobten sich die Kinder noch auf dem Geschicklichkeitsparcours „Ninja Warriors“ aus.
Ein zweiter Platz am dritten Wettkampftag der Gauliga 2024 hat der Mädchenmannschaft von Trainer Thorsten Walter gereicht, um die Liga 4 als Sieger abzuschließen. Dabei konnte Thorsten sogar seine vier Bodenturnerinnen gegenüber dem zweiten Wettkampf komplett auswecheln, ohne dass sich dies merklich in den Punkten niedergeschlagen hätte. An diesem dritten Wettkampftag erturnten in der Einzelwertung Leonie Schäfer die drittbeste Sprungwertung, Mia Egert die zweitbeste Barrenübung und Leonie und Mia die zweit- und drittbeste Bodenkür.
Zuvor hatten die Turnerinnen von Bruno Hötger in der Liga 2 den Wettkampf als drittplatzierte beendet, was auch im dritten Rang über alle drei Wettkämpfe resultiert. Jana Steins errang die zweitbeste Wertung am Sprung, Lisa Kaiser die viertbeste Barrenwertung. Jule Schlüter gewann erneut den Boden, obwohl sie nicht ihren besten Tag hatte. Von den Top vier Turnerinnen in Liga 2 stellt der TuS die Hälfte: Jule Schlüter in der Einzelwertung auf Platz 3, gefolgt von Jana Steins.
Die Ergebnisse lassen es zu, das in der kommenden Saison die Mannschaften jeweils eine Klasse höher turnen dürfen. Die nötigen extra Schwierigkeiten gehören zum Teil schon jetzt zum Standardrepertoire im Training.
Was für eine Steigerung! Vergangene Saison war die Mädchenmannschaft von Trainer Thorsten Walter eine Randnotiz. Nun steht sie ganz oben auf dem Treppchen in Liga 4 des OWTG. Dominiert als Mannschaft an drei von vier Geräten und stellt an diesen auch die beste Einzelturnerin. Auch die Liga 2 Mannschaft von Trainer Bruno Hötger büßt selbst bei Aufall ihrer besten Turnerin nur einen Platz ein und bleibt auf dem Podest.
Der TuS Bad Wünnenberg richtete am 25. Mai gemeinsam mit dem SV Dahl den zweiten Gauligawettkampf der Saison 2024 im ostwestfälischen Turngau (OWTG) aus. Viele Eltern und ehemalige Aktive trugen am Abend vorher und am Wettkampftag dazu bei, dass die Veranstaltung in der Schloß Neuhäuser Halle rund lief. Wünnenberg konnte drei Kampfrichterinnen stellen: Wiona Woeste, Lisa Kaiser und Rinad Machael, die ihren ersten Kampfrichtereinsatz überhaupt hatte. Die letzten beiden waren zudem am Vormittag auch als aktive Turnerinnen am Gerät. Und wie.
Wenige Tage vor dem Wettkampf die Hiobsbotschaft: Jule Schlüter, Brunos beste Turnerin, ist verletzt und fällt aus. Also wieder ein Wettkampf, in dem jede Turnerin jedes Gerät turnen muss. Zum Glück sind Lisa Kaiser, Emma Stark, Jana Steins und Rinad Machael dazu in der Lage. Nur am Schwebebalken lief es anfangs überhaupt nicht rund. Alle stürzten mindestens ein Mal. Alle, bis auf Lisa, die trotz einigen Wacklern eine phänomenale Übung hinlegte, inklusive spektakulärem Auerbacher-Abgang. Danach war das Eis gebrochen. Alle vier legten am Boden tolle Übungen hin. Emma Stark bewies wie in vorigen Wettkämpfen auch schon ihre Rampensau-Qualitäten und turnte ihre Übung mit so viel Spaß, dass es dem Kampfgericht satte 13 Punkte wert war. Die Handstandüberschläge am Sprungtisch sind mittlerweile auch bei allen vier Turnerinnen sehenswert. Keiner anderen Mannschaft gelang es, vier Sprünge über 11 Punkte zu turnen. Am Stufenbarren wurden einige erst kürzlich erlernte Kippen gezeigt, die auch alle gelangen.
Lisa wurde mit nur 0,3 Punkten Rückstand zweitbeste Einzelturnerin in Liga 2, Emma, Rinad und Jana belegten dicht beieinander die Plätze 6, 7 und 8 in der Einzelwertung. Auch an zwei Geräten kam an den Wünnenbergerinnen niemand vorbei: Emmas Bodenübung blieb unübetroffen, am Sprung dominierten sogar Lisa, Jana und Rinad mit den drei besten Wertungen.
Am Nachmittag war es dann an Thorsten, aus seinem mittlerweile großen Pool an starken Turnerinnen die jeweils besten vier für die Geräte zu setzen. Die Mannschaft zeigte sich extrem gut vorbereitet und leistete sich praktisch keine Fehler. Am Balken kamen vier Turnerinnen mit insgesamt nur einem Sturz durch, punktgleich mit Neuenbeken. Am Boden hagelte es drei 12er Wertungen, das Gerät gewann der TuS klar vor den anderen Vereinen. Auch den Barren konnte die Mannschaft deutlich gewinnen. Am Sprung zeigten Leonie und Philippa Handstandüberschläge über den Sprungtisch, wie die großen. Der TuS konnte weiterhin mit Elina Kling am Stufenbarren, Mia Egert am Balken und Philippa Howes am Boden die jeweils beste Einzelübung in Liga 4 präsentieren.
Auch in 2024 war der TuS Bad Wünnenberg wieder auf den deutschen Seniorenmeisterschaften vertreten. Nach der bestandenen Westfalen-Qualifikation durften Olaf Klinke und Egbert Tacke nach Iffezheim fahren, um sich mit den besten aus den anderen Landesturnverbände zu messen. Walter Borghoff war wieder unser Mann am Sprungkampfgericht.
Egbert Tacke zeigte sich in guter Form und beendete den Wettkampf auf dem 12. von 14 Plätzen. Olaf Klinke erturnte einen Punkt mehr als im vergangen Jahr und schaffte mit Platz 8 von 11 erneut die Top Ten.
Wie immer war das sportliche Niveau durch alle Altersklassen, von 30 bis über 80 Jahre, sehr hoch. Am zweiten Wettkampftag waren Doppelsalti und Doppelschrauben keine Seltenheit. Egbert Tacke und Olaf Klinke in Iffezheim
Auf den Westfalenmeisterschaften der Senioren am 17. März in Witten konnte sich Egbert Tacke in der Altersklasse 60-64 gegen den Gevelsberger Martin Hirscher deutlich mit 41 zu 40 Punkten durchsetzen. Die Leistung von Olaf Klinke (AK 40-44) bestand darin, nicht krank zu sein: Als einziger angetretener Turner fiel ihm der Titel westfälischer Meister zu, der voriges Jahr noch von dem nun verletzungsbedingt ausgefallenen Thomas Kirchhoff erturnt wurde. Beeindruckend war die Altersspanne im Starterfeld: Von 30 bis über 80 Jahren war alles vertreten.
Egbert und Olaf lösen damit das Ticket, im Mai an den deutschen Seniorenmeisterschaften teilnehmen zu dürfen.
Der Landesliga Heimwettkampf gegen Kierspe am 16. März musste abgesagt werden: Zu viele Turner aus der SG Wünnenberg/Elsen waren krank. Kierspe erhält damit kampflos alle Gerätepunkte, die in dem Wettkampf zu vergeben waren.
Es hat sich bewahrheitet, was sich in den letzten Wettkämpfen 2023 angekündigt hat:
Die beiden Mädchenmannschaften von Thorsten Walter und Bruno Hötger sind in dieser Saison eine Größe, mit der man rechnen muss. Zum Ligaauftakt am 10. März landete die Mannschaft in Liga 2 auf dem zweiten Platz, und das obwohl Lisa Kaiser eine Woche vor dem Wettkampf verletzungsbedingt ausfiel. So mussten die verbliebenen vier Turnerinnen Emma Stark, Jule Schlüter, Rinad Machael und Jana Steins plötzlich alle Vierkampf turnen, und das obwohl Neuzugang Jana ihre Übungen so gerade eben stehen hatte. Das „Jetzt erst recht!“ gab den nötigen Motivationsschub. Alle vier Turnerinnen erreichten in der Einzelwertung gute Platzierungen in einem Teilnehmerfeld von 35 Turnerinnen: Jule Platz 1, Jana Platz 4, Emma Platz 6 und Rinad Platz 7. Der TuS gewann die Geräte Boden und Sprung, wobei an diesen beiden Geräten unsere vier Turnerinnen alle Wertungen in den Top 6 hatten und Jules Wertungen von keiner anderen Turnerin übertroffen wurden.
In Liga vier konnten sich die Mädchen von Thorsten Walter an jedem Gerät deutlich verbessern im Vergleich zum Vorjahr. Auch den Vergleich mit den anderen Vereinen müssen die Wünnenbergerinnen nicht mehr scheuen. Am Barren gelangen sogar zwei Wertungen über 12 Punkte. Jule Tölle turnte am Sprung eine beinahe abzugsfreie Sprungrolle. Leider musste der Wettkampf nach drei von vier Geräten wegen eines medizinischen Notfalls im Publikum abgebrochen werden. Ein vergleichbares Ergebnis kam damit für die Liga 4 nicht zu Stande.
Die Landesligamannschaft Turnen auf der SSV Sportlerehrung am 10. März 2024
Wo das Programm sonst von den phänomenal erfolgreichen Schwimmern der Bad Wünnenberger DLRG dominiert wird, konnte die Turnabteilung des TuS in diesem Jahr einen kleinen roten Farbtupfer setzen: Bei der Sportlerehrung des Stadsportverbandes wurden die Landesligamannschaft des TuS allgemein und insbesondere Julian Woeste ausgezeichnet. Wir bedanken uns beim SSV für die Zuwendung!
Wettkampfkrimi zum Landesligaauftakt 2024. Beim ersten Auswärtswettkampf der Saison in Leopoldshöhe setzte die Startgemeinschaft Bad Wünnenberg/Elsen (SG) ihre neue Geheimwaffe ein – Levin Eickel, ein von Egbert Tacke rekrutierter Paderborner Artist, dessen natürliche Fortbewegungsart der Salto mit Doppelschraube zu sein scheint. Aber nicht nur Levin zeigte neues. Auch Lewis Barhoumi, Julian Woeste und Thorsten Walter hatten über den Winter fleißig trainiert und ihre Schwierigkeiten aufgestockt. Ohne den beruflich verhinderten Chris Sander, aber mit Lars Borghoff und Olaf Klinke trat die SG zu sechst gegen die zahlenmäßg doppelt überlegenen Leopoldshöher an. Deren Mannschaft besteht allerdings zum großen Teil aus noch relativ unerfahrenen Nachwuchsturnern, die jedoch, so mussten wir feststellen, seit unserer letzten Begegnung in 2023 auch ordentlich dazu gelernt hatten.
Leider lief es für die SG an keinem Gerät so richtig rund. Mehrere Fehler und Unsauberkeiten unserer Turner am Boden ließen die Gastgeber mit anderthalb Punkten Vorsprung aus dem ersten Gerät gehen. Levin zeigte zwar die schwierigste Übung, doch es haperte etwas an Höhe und Orientierung auf der Bahn. Sehenswert war es allemal, mit Akrobatikelementen aus dem Tricking. Das Pauschenpferd konnte die SG trotz Sturz von Olaf für sich entscheiden und den Rückstand fast wett machen. Hier sind vor allem die großen Fortschritte von Julian zum Tragen gekommen.
An den Ringen hatten wir geplant, etwa vier weitere Punkte gut zu machen, aber es wurden nur zwei. So war der Ausgang des Wettkampfs weiter ungewiss. Am Sprung konnten Lewis und Julian, nun beide mit Handstandüberschlag Salto vorwärts, die Schwierigkeit nicht in eine höhere Endwertung umsetzen und der Gerätepunkt ging an die Gastgeber. Vorsprung in der Gesamtwertung nur noch ein Punkt. Am Barren ließen sich Lars und Julian kleine Unsauberkeiten merken, aber trotzdem konnte die SG ihren Vorsprung auf zwei Punkte ausbauen. Ob das am letzten Gerät, dem Reck, reichen würde war mehr als fraglich: Die Leopoldshöher hatten die schwierigeren und damit höherwertigen Übungen. Zwei Turner je Mannschaft vor Schluss herrschte praktisch Gleichstand. Tim Apelt für Leopoldshöhe stieg zwei Mal vom Gerät ab, wurde Streichwertung – alles wieder offen. Lewis als letzter Turner für die SG nutzte diese Chance allerdings nicht voll aus und baute einen kurzen Halt in seine Übung ein. So war es offen, ob der letzte Leopoldshöher die Lücke würde schließen können. Sie schickten ihren Veteranen Sebastian Ende ins Rennen. Die Spannung knisterte, als Sebastian seine seit zig Jahren einstudierte Übung abspulte, und zwar ohne große Patzer. Für diese Heldentat wurde er von seinen Kameraden zu Recht begeistert auf Händen getragen. Und tatsächlich reichte es für einen hauchdünnen 0,1 Punkte Vorsprung bei einem Endstand von 191,4 zu 191,3 Punkten. Die SG Bad Wünnenberg/Elsen hat damit leichtfertig einen Sieg aus der Hand gegeben und blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Das soll sich beim nächsten Heimwettkampf am 16. März in Elsen nicht wiederholen.