Heißa, Turnfest!

Ein langes Wochenende voller Turnspaß erlebten die Turnerinnen und Turner des TuS über Fronleichnahm in Hamm. Weil Hamm für uns fast „um die Ecke“ liegt, nahmen diesmal auch jüngere Turnerinnen an den Pokalwettkämpfen teil. Bedingung für die Teilnahme an den Wettkämpfen ist wie üblich das Bereitstellen von Kampfrichtern. Thorsten Walter, Lisa Kaiser und Jana Steins absolvierten also brav ihre Kampfrichtereinsätze, während Bruno Hötger sogar die Wettkampfleitung inne hatte. Thorsten durfte beim Schauwettkampf vor großem Publikum unter dem Reck sitzen und den amtierenden Seniorenmeister Sebastian Bock bewerten.
Gleich am ersten Turnfesttag musste Olaf Klinke im Pokal ran. Das Ergebnis war ähnlich langweilig wie bei den Westfalenmeisterschaften: Platz 1 von 1. Deutlich spannender verlief es bei den Mädchen. Emma Stark konnte drei tolle Übungen vortragen. Nur am Barren wollten die Teile, die beim Einturnen noch klappten, nicht gelingen, als es drauf ankam. So wurde es nur Platz 47 von 53.
Elina Kling und Maya Boos durften sich in der Altersklasse 10-11 gegen 33 andere Turnerinnen behaupten. Maya rettete dabei spektakulär einen drohenden Absturz vom Barrenholm mit blitzschneller Reaktion. Mit zwei Abstiegen vom Schwebebalken wurde es dann nur Platz 31, trotz einer sehenswerten Bodenübung. Sehenswert war diese auch bei Elina: Nur ein Zehntelpunkt mehr, und es wäre die beste Übung des Wettkampfes geworden. Auch die anderen drei Übungen trug Elina schön und sicher vor und wurde dafür mit einem grandiosen 10. Platz belohnt. Angefeuert wurden die beiden von ihren Kameradinnen aus der Gauliga, die für einen Tagesausflug mit angereist waren. Gemeinsam machten die Mädels danach noch die Turnfestmeile mit ihren vielen Bewegungsangeboten unsicher. Man braucht auf einem Turnfest nur ein paar Handstandklötze und Stelzen auf einen Platz werfen, und schon ist den ganzen Tag etwas los.
Am Samstag, nach drei fröhlichen und kurzen Nächten, mussten dann noch Jana Steins und Lisa Kaiser ihr Können beweisen. Der recht raue Schwebebalken machte allen Turnerinnen in der Halle zu Schaffen, so gab es mehr viele ungeplante Abstiege. Selbst Lisa, die sonst sehr sicher ihre Übung turnt, musste runter. Am Boden stachen die Choreografien von Jana und Lisa durch ihre Eleganz und Flüssigkeit unter den anderen 77 Starterinnen hervor. Nach vier Geräten war es für Lisa Platz 36 und für Jana Platz 46 von 79.
Lars und Ferdi Borghoff absolvierten den Wahlwettkampf, bei dem man aus Leichtathletik und Turndisziplinen auswählt. Dabei gelang beiden eine fantastische Platzierung: Lars war viertbester und Ferdi drittbester unter allen Startern.

Doch nicht nur am Turngerät zeigten die TuS Turnerinnen und Turner Höchstleistungen. Mindestens so wichtig ist das Knüpfen und Festigen von Kontakten zu anderen Vereinen. Die langen Abende in den Schulunterkünften und in der Innenstadt nahmen alle mit vollem Elan in Angriff. Selbst die Rheinländer kannten uns noch vom letzten Landesturnfest 2019. Gemeinsam mit den „Ottentalern“, einer Blödel-Truppe aus dem Saarland, wurde in der Schule bis tief in die Nacht musiziert und gesungen. Auch unsere OWTG-Freunde aus Geseke, Neuenbeken und natürlich Axel aus Elsen waren gern in unserer Schulklasse zu Gast.

Bisher bestes Ergebnis bei den deutschen Seniorenmeisterschaften

Noch am Abend des ersten Gauligawettkampfes düste Olaf Klinke nach Koblenz, um am folgenden Tag die deutschen Seniorenmeisterschaften zu turnen. Diesmal waren es in der Altersklasse 40-44 nur acht Turner, und Olaf der älteste davon. Das Niveau war wie gewohnt hoch, der Gewinner ein Bundesligaturner. Olaf gelang es zumindest, seine Übungen ordentlich über die Bühne zu bringen, trotz Fingerverletzung im Frühjahr und Schulterschmerzen. Der Lohn war seine bisher beste Platzierung in einem nationalen Wettkampf, nämlich Platz 5.

Gelungener Einstand in die Gauliga nach dem Aufstieg

Nach dem Aufstieg in die nächsthöhere Klasse mussten sich die ersten drei Mädchenmannschaften der Trainer Thorsten Walter, Bruno Hötger und Lisa Kaiser am 30. Mai zu ersten Mal gegen die neue Konkurrenz beweisen. Wegen des Fortgangs zweier Turnerinnen aus der ersten Mannschaft wurde diese aus Mannschaft 2 mit Elina Kling und Maya Boos aufgefüllt. Elina und Maya mussten somit nach Liga 3 direkt die Anforderungen von Liga 1 erfüllen. Am Balken half außerdem noch Wiona Woeste mit aus. Für diese recht bunte Mischung gelang doch ein beachtliches Ergebnis, nur hauchdünn hinter der drittplatzierten Mannschaft aus Neuenbeken. Lisa Kaiser wäre wieder einmal um ein Haar beste Einzelturnerin geworden. Weniger als 2 Zehntelpunkte fehlten. Dafür hat Lisa erneut die beste Schwebebalkenübung des Tages gezeigt. Auch am Boden sind Jana Steins und Lisa ganz vorn mit dabei. Leider verhagelten für Jana, Emma Stark und auch Elina und Maya Stürze vom Balken das Ergebnis.

In Liga 2 hatte es die Mannschaft durch den Abzug von Elina und Maya nun schwerer. Mia Egert gelang eine beachtliche Wertung am Balken (vierbeste Tageswertung). Die Mannschaft mit Philippa Howes, Jule Tölle, Emma Herrmann, Leonie Schäfer, Frieda Münster, Mia Egert und Nele Boos erreichte zum Einstand den siebten von acht Plätzen.

Lisas noch junge Mannschaft, die nun das dritte Jahr in der Gauliga turnt, erreichte in der Liga 3 auf Anhieb einen phänomenalen vierten Platz. Vom Podest trennt sie weniger als ein Punkt. Besonders hervorzuheben ist, dass es viele der kleinen Turnerinnen nun schon über den Sprungtisch schaffen. Anni Scharfen erturnte dabei die drittbeste Wertung aus Liga 3 und wurde insgesamt zweitbeste Einzelturnerin.

Für alle außer Renata Vramulet war es für die Turnerinnen der Liga 4 Mannschaft von Trainer Olaf Klinke der allererste Wettkampf überhaupt. Entsprechend aufgeregt waren die Debütanten Sarah Bunse, Tilda Schulte, Emily Ponert, Nele Krenz, Mila Schulte und Luna Taube. Ein Glück, dass wir auf die Expertise von Lisa Kaiser beim Zusammenstellen der Balken- und Bodenübungen bauen konnten. Renata, die schon in Liga 3 geturnt hat, trug mit ihrer Erfahrung die anderen durch den Wettkampf. Überraschend gelang zum Auftakt ein guter fünfter Platz unter sieben Mannschaften.

Westfalenmeisterschaften 2026

v.l.: Sebastian Bock, Olaf Klinke, Markus Römer, Joachim Hillers, Hans-Gerd Heming und Egbert Tacke

Bei den westfälischen Seniorenmeisterschaften am 9. Mai in Leopoldshöhe konnte Olaf Klinke seinen Titel in der Altersklasse 40-45 verteidigen. Naja, alles, was dafür nötig war, war Anwesenheit. Denn im westfälischen Turnerbund sind die aktiven Senioren spärlich gesät. Ausgerechnet Egbert Tacke aus Paderborn hatte es in der Klasse 60+ mit einem stärkeren Kontrahenten zu tun. Aber der Wettkampfgedanke tritt etwas in den Hintergrund, wenn man so tolle Leistungen bis über 70 Jahre bewundern darf. Neu im Reigen der Senioren war Sebastian Bock aus dem Siegerland, der noch erste Bundesliga turnt. Leopoldshöhe richtete den Wettkampf zusammen mit der Qualifikation der Jugendlichen für den Deutschland-Cup aus. So gab es überall spektakuläre Leistungen zu bestaunen.
Im Hintergrund hatte der Wettkampf auch einen deutlichen Wünnenberger Anstrich: Organisiert von Bruno Hötger, ausgewertet von Jana Steins, kampfgerichtet von Thorsten Walter und Walter Borghoff.
Egbert und Olaf haben mit der Teilnahme das Ticket für die deutschen Seniorenmeisterschaften am 31. Mai in Koblenz gelöst.

Landesliga 2026 endet mit Duett

Mit einem Duett in Isselhorst ist eine ungewöhnliche Landesligasaison zu Ende gegangen. Im Vorfeld war schon klar, dass Jakob, Patrick und Thorsten beim letzten Wettkampf gegen Leopoldshöhe fehlen würden. Am Abend vor dem Wettkampf hat dann auch noch das Krankheits- und Verletzungspech Julian bzw. Leandro ereilt. So war kein Blumentopf mehr zu gewinnen: Nur Oskar Scholz, Olaf Klinke und Philipp Wulf hätten den Wettkampf zu dritt bestreiten müssen. Das hat in der Vergangenheit tatsächlich auch schon funktioniert. Nun waren aber zwei von drei Turnern nicht für einen vollen Sechskampf zu gebrauchen.
Weil aber ohnehin vom Gastgeber alles vorbereitet war, wurde kurzerhand aus dem Landesligawettkampf ein entspannter Freundschaftswettkampf, inklusive Wiedersehen mit unserem ehemaligen Mannschaftskameraden Lewis Barhoumi. Nur Philipp und Olaf reisten gemeinsam mit Heimkampfrichter Bruno Hötger nach Isselhorst. (Wegen Wassserschaden ist die Halle in Leopoldshöhe noch gesperrt). Philipp turnte tatsächlich alle Geräte, während Olaf sich nach seiner Handverletzung im März wieder an seine Übungen heran tastete.
Bei schönstem Frühlingswetter wurde dann noch im Innenhof zwischen den Turnhallen gegrillt.

Eine Mannschaftszusammensetzung wie in dieser Saison hat es in der Geschichte der SG Bad Wünnenberg/Elsen noch nicht gegeben, mit einem recht großen Anteil Nachwuchsturnern, zusammengewürfelten Resten anderer Vereine, und alten Haudegen. Altersspanne 30 Jahre. Es ist aber doch ein Teamgeist entstanden. Auch ohne Sieg hat die Saison großen Spaß gemacht und wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr erneut anzugreifen.

Zu Gast bei Freunden (ach ja, ein Wettkampf war auch noch)

Zeitgleich mit dem Westfalencup hatten die Landesligaturner den nettesten Wettkampf der Saison: auswärts in Plettenberg. Mit dem TV Jahn Plettenberg verstehen sich die Wünnenberger Turner prächtig. Bei Ankunft in der Plettenberger Sporthalle wuselten schon zahlreiche Helferinnen und Helfer und reichlich Kinder der Plettenberger Turnerschaft durch die Halle. Als Ersatz für Olaf Klinke, der verletzungsbedingt wohl bis Ende der Saison ausfällt, war zum erstem Mal Julian Woeste aus Heidelberg mit angereist. Unsere drei jungen Schloß Neuhäuser mussten wieder mehr Geräte-Einsätze bestreiten, als uns zu Saisonbeginn der Trainer Moritz Brüggemann zugesichert hatte. Das machten Jakob, Leandro und Oskar aber mit Bravour. Moritz fungierte auch als Heimkampfrichter als Ersatz für Bruno Hötger, der mit Lisa und Jana auf dem Westfalencup weilte.
Jakob, Oskar und Leandro kamen alle gut durch ihre Übungen durch. Auch Thorsten Walter und Philipp Wulf zeigten einen gewohnt soliden Wettkampf. Endlich erreichte Thorsten wieder mehr als 12 Punkte Endwert an den Ringen. Patrick Neufeld konnte zum ersten Mal seinen neuen Abgang vom Pauschenpferd zeigen, blieb aber genau wie Julian ein Mal hängen. Julian zeigte eine tolle Ringeübung mit zwei Kreuzhängen. Beim Sprung und schließlich am Reck merkte man aber doch ein wenig die durchs Studium fehlende Routine. Vor dem letzten Gerät waren beide Mannschaften genau punktgleich. Den Ausschlag gab dann zum einen Julians überdrehter Salto Abgang, zum anderen eine sehr schön sauber vorgetragene Übung vom Plettenberger Schlussturner Denys, einem ukrainischen Zirkusartisten. Plettenberg gewann den Wettkampf mit rund zwei Punkten Vorsprung.
Der Einladung ins schmucke Plettenberger Vereinsheim, gelegen neben der historischen vereinseigenen Turnhalle, kamen wir gerne nach. Wie schon in der Wettkampfhalle wurden wir großzügig bewirtet. Zuletzt mussten wir dann doch den langen Rückweg durchs Sauerland, vorbei am schönen Sorpesee, antreten.

Westfalencup

Jana Steins und Lisa Kaiser

Zum ersten Mal überhaupt starteten am 21. März 2026 zwei Turnerinnen beim Westfalencup. Das ist ein landesweiter Einzelwettkampf des westfälischen Turnerbunds. Sogar mit Bundesligaturnerinnen mussten sich Jana Steins und Lisa Kaiser in Ahaus messen. Für dieses Niveau gelangen ordentliche Platzierungen. Lisa erreichte den 18. Platz. Jana musste sich nach fünf Stürzen vom Schwebebalken mit dem letzten 29. Platz zufrieden geben. Ohne die Stürze wäre Janas Platzierung ähnlich wie Lisas ausgefallen. Beide Turnerinnen erlernten für den Wettkampf neue Elemente. Lisa zeigte zum ersten Mal den Salto rückwärts Abgang vom hohen Barrenholm, während Jana zum ersten Mal den Flieger zwischen den Holmen des Stufenbarrens zeigte.

Bittere Niederlage in Stockum

Bittere Niederlage an einem sicher geglaubten Wettkampftag.
Auch ohne den erkrankten Julian hatte sich die SG Bad Wünnenberg/Elsen vorgenommen, Stockum zu schlagen. Die Wertungen der vergangenen Wettkämpfe ließen das als eindeutig machbar erahnen. Im vergangenen Wettkampf hatte niemand gepatzt, wir brauchten also nur wieder die selbe Leistung abzuliefern.
Oskar und Jakob turnen wieder Boden. Besonders Oskar erwischte einen guten Tag und kam in die Wertung. Tatsächlich hatten aber auch die jungen Stockumer seit der letzten Saison ordentlich dazugelernt. Weit weniger Punkte als erwartet konnten ihnen am Pauschenpferd abgejagt werden, und das obwohl Philipp eine phänomenale 13-Punkte-Wertung erhielt. Trotz dass Thorsten die beste Ringeübung seiner Saison zeigte, schlug sich das nicht in einer ordentlichen Wertung nieder. Nach den Ringen lagen beide Mannschaften praktisch gleichauf. Den Sprung entschieden die Stockumer verdient für sich. Am Barren turnten Olaf, Philipp, Patrick und Thorsten alle solide durch und nahmen den Gastgebern einen halben Punkt ab. Der Gleichstand war quasi wieder hergestellt. Für das Reck erwarteten wir, allein schon anhand des Vorsprungs in der Schwierigkeit von anderthalb Punkten einen deutlichen Ausgang, aber die Ausführung überzeugte das Kampfgericht (beide aus Bochum) nicht. Stockum schickte als Schlussturner ihren Trainer Jannis Darvish an die Stange, der den Sack zumachte. Trotz ähnlicher Leistungen wie gegen Coesfeld reichte es diesmal nur für knapp 197 Punkte, Stockum triumphierte mit 0,55 Punkten Vorsprung.

Erster Auswärtswettkampf mit Einstand für Leandro in der Landesliga

Der erste Auswärtswettkampf in der Landesliga war lange spannend und ging erst am Reck verloren.
Am 1. März waren alle drei Turner aus Schloß Neuhaus mit am Start: Jakob und Oskar hatten ihr Debüt schon hinter sich, Leandro Köppen war das erste Mal dabei. Und machte sich gleich an zwei Geräten nützlich. Oskar turnt, solange die SG Bad Wünnenberg/Elsen schwach besetzt ist, ohnehin mehrere Geräte. Alle drei Neuhäuser trugen ihre Bodenübung vor. Den leichten Rückstand auf die Coesfelder Gastgeber holten wir aber am Pauschenpferd wieder auf. Ab da waren beide Mannschaften bis zum Schluss stets etwa gleichauf. Die Ringe gewann die SG knapp, den Sprung ebenfalls. Am Barren hatten die Coesfelder die Nase knapp vorn. Am Reck sah es bis zuletzt auch gut aus. Der Wertung des erfahrensten Coesfelder Turners Joachim Hillers (Ü-60) konnte Philipp Wulf seine mit vielen Drehungen gespickte Übung entgegen setzen. Aber der Schlussturner Simon für Coesfeld legte eine sehr schöne Übung hin und so hatten die Gastgeber am Ende mit 200,8:199 Punkten den Sieg in der Tasche.
Die Turnhalle war exzellent ausgestattet: Durch einen vorangehenden Wettkampf war es uns vergönnt, auf einer 12×12 Meter Bodenfläche zu turnen. So viel Platz ausnutzen zu dürfen, stiftete sichtlich Verwirrung bei unseren Nachwuchsturnern.

Landesligamannschaft findet langsam ihre Form

Immer noch nicht in Vollbesetzung, aber schon in besserer Form präsentierte sich die SG Bad Wünnenberg/Elsen zum 2. Heimwettkampf am 14. Februar. Zusätzlich zu Oskar Scholz, der schon beim ersten Wettkampf sein Debüt gab, war dieses Mal auch Jakob Genc am Start. Außerdem traute sich Thorsten Walter nach seiner Fußverletzung wieder ans Gerät.
Die TG Geisweid/Eichen war aus dem Siegerland angereist und hatte auch einige Nachwuchsturner mitgebracht. Das Ergebnis, das die Siegerländer im ersten Wettkampf eingefahren hatten, deutete auf eine deutliche Niederlage für die Gastgeber in Elsen hin, und so kam es auch. Zu allem Überfluss hatte sich Oskar noch den Fuß verknackst und turnte nur zwei Geräte. Dafür legte Jakob eine ordentliche Bodenübung hin. Patrick Neufeld verbesserte sich im Vergleich zum ersten Wettkampf deutlich am Boden, und auch Olaf lieferte eine sauberere Übung ab.
Am Pauschenpferd fehlte weniger als ein Punkt auf das Ergebnis der TG Geisweid/Eichen, und das obwohl zwei sehr hochkarätige Übungen von den Gästen gezeigt wurden. Aber auch Philipp Wulf kann sehr schwierig am Pferd turnen, und Olaf, Thorsten und Patrick kamen gut durch.
Auch an den Ringen war der Rückstand nicht riesig, dank drei halbwegs ordentlich vorgetragener Übungen von Patrick, Philipp und Thorsten. Thorstens Kreuzhang hat noch nicht seine alte Form gefunden, aber die Elemente standen trotzdem zumindest vom Ausgangswert her dem besten Turner der TG Geisweid/Eichen in nichts nach. Philipp zeigte als Abgang seinen Doppelsalto.
Der Sprung ging recht deutlich verloren, weil Noah Lenders für die Gäste einen schönen Tsukahara gestreckt raus haute, während die Gastgeber nur Handstandüberschläge vorzuweisen hatten. Achtungserfolg: Jakob, der nicht über den Sprungtisch gucken kann, zimmerte seine Hocke wunderbar in den Stand.
Ähnlich deutlich war der Unterschied am Barren, wo die Gäste deutlich mehr Schwierigkeit und damit mehr Ausgangswert auf die Holme brachten. Dennoch waren alle unsere Übungen solide vorgetragen und erreichten teils erheblich mehr Endwert als beim Wettkampf vor einer Woche.
Zum letzten Gerät setzten die Gäste mit Markus Römer auch noch einen Seniorenturner ein. Philipp Wulf schüttelte wieder seine tolle Reckübung mit Endo, Stalder, diversen Drehungen und Doppelsalto Abgang aus dem Ärmel. Die Gäste hatten aber gleich zwei Übungen mit ähnlichen Ausgangswerten in Petto und turnten sauberer. So hieß der Endstand nach sechs Geräten 203,2 zu 191 Punkten für die TG Geisweid/Eichen.