Zu Gast bei Freunden (ach ja, ein Wettkampf war auch noch)

Zeitgleich mit dem Westfalencup hatten die Landesligaturner den nettesten Wettkampf der Saison: auswärts in Plettenberg. Mit dem TV Jahn Plettenberg verstehen sich die Wünnenberger Turner prächtig. Bei Ankunft in der Plettenberger Sporthalle wuselten schon zahlreiche Helferinnen und Helfer und reichlich Kinder der Plettenberger Turnerschaft durch die Halle. Als Ersatz für Olaf Klinke, der verletzungsbedingt wohl bis Ende der Saison ausfällt, war zum erstem Mal Julian Woeste aus Heidelberg mit angereist. Unsere drei jungen Schloß Neuhäuser mussten wieder mehr Geräte-Einsätze bestreiten, als uns zu Saisonbeginn der Trainer Moritz Brüggemann zugesichert hatte. Das machten Jakob, Leandro und Oskar aber mit Bravour. Moritz fungierte auch als Heimkampfrichter als Ersatz für Bruno Hötger, der mit Lisa und Jana auf dem Westfalencup weilte.
Jakob, Oskar und Leandro kamen alle gut durch ihre Übungen durch. Auch Thorsten Walter und Philipp Wulf zeigten einen gewohnt soliden Wettkampf. Endlich erreichte Thorsten wieder mehr als 12 Punkte Endwert an den Ringen. Patrick Neufeld konnte zum ersten Mal seinen neuen Abgang vom Pauschenpferd zeigen, blieb aber genau wie Julian ein Mal hängen. Julian zeigte eine tolle Ringeübung mit zwei Kreuzhängen. Beim Sprung und schließlich am Reck merkte man aber doch ein wenig die durchs Studium fehlende Routine. Vor dem letzten Gerät waren beide Mannschaften genau punktgleich. Den Ausschlag gab dann zum einen Julians überdrehter Salto Abgang, zum anderen eine sehr schön sauber vorgetragene Übung vom Plettenberger Schlussturner Denys, einem ukrainischen Zirkusartisten. Plettenberg gewann den Wettkampf mit rund zwei Punkten Vorsprung.
Der Einladung ins schmucke Plettenberger Vereinsheim, gelegen neben der historischen vereinseigenen Turnhalle, kamen wir gerne nach. Wie schon in der Wettkampfhalle wurden wir großzügig bewirtet. Zuletzt mussten wir dann doch den langen Rückweg durchs Sauerland, vorbei am schönen Sorpesee, antreten.

Westfalencup

Jana Steins und Lisa Kaiser

Zum ersten Mal überhaupt starteten am 21. März 2026 zwei Turnerinnen beim Westfalencup. Das ist ein landesweiter Einzelwettkampf des westfälischen Turnerbunds. Sogar mit Bundesligaturnerinnen mussten sich Jana Steins und Lisa Kaiser in Ahaus messen. Für dieses Niveau gelangen ordentliche Platzierungen. Lisa erreichte den 18. Platz. Jana musste sich nach fünf Stürzen vom Schwebebalken mit dem letzten 29. Platz zufrieden geben. Ohne die Stürze wäre Janas Platzierung ähnlich wie Lisas ausgefallen. Beide Turnerinnen erlernten für den Wettkampf neue Elemente. Lisa zeigte zum ersten Mal den Salto rückwärts Abgang vom hohen Barrenholm, während Jana zum ersten Mal den Flieger zwischen den Holmen des Stufenbarrens zeigte.

Bittere Niederlage in Stockum

Bittere Niederlage an einem sicher geglaubten Wettkampftag.
Auch ohne den erkrankten Julian hatte sich die SG Bad Wünnenberg/Elsen vorgenommen, Stockum zu schlagen. Die Wertungen der vergangenen Wettkämpfe ließen das als eindeutig machbar erahnen. Im vergangenen Wettkampf hatte niemand gepatzt, wir brauchten also nur wieder die selbe Leistung abzuliefern.
Oskar und Jakob turnen wieder Boden. Besonders Oskar erwischte einen guten Tag und kam in die Wertung. Tatsächlich hatten aber auch die jungen Stockumer seit der letzten Saison ordentlich dazugelernt. Weit weniger Punkte als erwartet konnten ihnen am Pauschenpferd abgejagt werden, und das obwohl Philipp eine phänomenale 13-Punkte-Wertung erhielt. Trotz dass Thorsten die beste Ringeübung seiner Saison zeigte, schlug sich das nicht in einer ordentlichen Wertung nieder. Nach den Ringen lagen beide Mannschaften praktisch gleichauf. Den Sprung entschieden die Stockumer verdient für sich. Am Barren turnten Olaf, Philipp, Patrick und Thorsten alle solide durch und nahmen den Gastgebern einen halben Punkt ab. Der Gleichstand war quasi wieder hergestellt. Für das Reck erwarteten wir, allein schon anhand des Vorsprungs in der Schwierigkeit von anderthalb Punkten einen deutlichen Ausgang, aber die Ausführung überzeugte das Kampfgericht (beide aus Bochum) nicht. Stockum schickte als Schlussturner ihren Trainer Jannis Darvish an die Stange, der den Sack zumachte. Trotz ähnlicher Leistungen wie gegen Coesfeld reichte es diesmal nur für knapp 197 Punkte, Stockum triumphierte mit 0,55 Punkten Vorsprung.

Erster Auswärtswettkampf mit Einstand für Leandro in der Landesliga

Der erste Auswärtswettkampf in der Landesliga war lange spannend und ging erst am Reck verloren.
Am 1. März waren alle drei Turner aus Schloß Neuhaus mit am Start: Jakob und Oskar hatten ihr Debüt schon hinter sich, Leandro Köppen war das erste Mal dabei. Und machte sich gleich an zwei Geräten nützlich. Oskar turnt, solange die SG Bad Wünnenberg/Elsen schwach besetzt ist, ohnehin mehrere Geräte. Alle drei Neuhäuser trugen ihre Bodenübung vor. Den leichten Rückstand auf die Coesfelder Gastgeber holten wir aber am Pauschenpferd wieder auf. Ab da waren beide Mannschaften bis zum Schluss stets etwa gleichauf. Die Ringe gewann die SG knapp, den Sprung ebenfalls. Am Barren hatten die Coesfelder die Nase knapp vorn. Am Reck sah es bis zuletzt auch gut aus. Der Wertung des erfahrensten Coesfelder Turners Joachim Hillers (Ü-60) konnte Philipp Wulf seine mit vielen Drehungen gespickte Übung entgegen setzen. Aber der Schlussturner Simon für Coesfeld legte eine sehr schöne Übung hin und so hatten die Gastgeber am Ende mit 200,8:199 Punkten den Sieg in der Tasche.
Die Turnhalle war exzellent ausgestattet: Durch einen vorangehenden Wettkampf war es uns vergönnt, auf einer 12×12 Meter Bodenfläche zu turnen. So viel Platz ausnutzen zu dürfen, stiftete sichtlich Verwirrung bei unseren Nachwuchsturnern.

Landesligamannschaft findet langsam ihre Form

Immer noch nicht in Vollbesetzung, aber schon in besserer Form präsentierte sich die SG Bad Wünnenberg/Elsen zum 2. Heimwettkampf am 14. Februar. Zusätzlich zu Oskar Scholz, der schon beim ersten Wettkampf sein Debüt gab, war dieses Mal auch Jakob Genc am Start. Außerdem traute sich Thorsten Walter nach seiner Fußverletzung wieder ans Gerät.
Die TG Geisweid/Eichen war aus dem Siegerland angereist und hatte auch einige Nachwuchsturner mitgebracht. Das Ergebnis, das die Siegerländer im ersten Wettkampf eingefahren hatten, deutete auf eine deutliche Niederlage für die Gastgeber in Elsen hin, und so kam es auch. Zu allem Überfluss hatte sich Oskar noch den Fuß verknackst und turnte nur zwei Geräte. Dafür legte Jakob eine ordentliche Bodenübung hin. Patrick Neufeld verbesserte sich im Vergleich zum ersten Wettkampf deutlich am Boden, und auch Olaf lieferte eine sauberere Übung ab.
Am Pauschenpferd fehlte weniger als ein Punkt auf das Ergebnis der TG Geisweid/Eichen, und das obwohl zwei sehr hochkarätige Übungen von den Gästen gezeigt wurden. Aber auch Philipp Wulf kann sehr schwierig am Pferd turnen, und Olaf, Thorsten und Patrick kamen gut durch.
Auch an den Ringen war der Rückstand nicht riesig, dank drei halbwegs ordentlich vorgetragener Übungen von Patrick, Philipp und Thorsten. Thorstens Kreuzhang hat noch nicht seine alte Form gefunden, aber die Elemente standen trotzdem zumindest vom Ausgangswert her dem besten Turner der TG Geisweid/Eichen in nichts nach. Philipp zeigte als Abgang seinen Doppelsalto.
Der Sprung ging recht deutlich verloren, weil Noah Lenders für die Gäste einen schönen Tsukahara gestreckt raus haute, während die Gastgeber nur Handstandüberschläge vorzuweisen hatten. Achtungserfolg: Jakob, der nicht über den Sprungtisch gucken kann, zimmerte seine Hocke wunderbar in den Stand.
Ähnlich deutlich war der Unterschied am Barren, wo die Gäste deutlich mehr Schwierigkeit und damit mehr Ausgangswert auf die Holme brachten. Dennoch waren alle unsere Übungen solide vorgetragen und erreichten teils erheblich mehr Endwert als beim Wettkampf vor einer Woche.
Zum letzten Gerät setzten die Gäste mit Markus Römer auch noch einen Seniorenturner ein. Philipp Wulf schüttelte wieder seine tolle Reckübung mit Endo, Stalder, diversen Drehungen und Doppelsalto Abgang aus dem Ärmel. Die Gäste hatten aber gleich zwei Übungen mit ähnlichen Ausgangswerten in Petto und turnten sauberer. So hieß der Endstand nach sechs Geräten 203,2 zu 191 Punkten für die TG Geisweid/Eichen.

Landesligaturner feiern Einstand und retten gleich die Mannschaftsehre

Was sollte da bloß rauskommen? Ohne die verhinderten Studenten Julian Woeste und Lars Borhghoff, ohne den am Fuß verletzten Thorsten Walter, ohne die Nachwuchsturner Jakob Genc und Leandro Köppen fanden sich zum Landesligaauftakt am 7. Februar 2026 nur Philipp Wulf und Patrick Neufeld (vergangene Saison noch für Isselhorst am Start), Olaf Klinke und der Nachwuchsturner Oskar Scholz einer zahlenmäßig weit überlegenen Kiersper Mannschaft gegenüber.
Dass die SG Bad Wünnenberg/Elsen diesen Wettkampf verlieren würde, war offensichtlich. Die Frage war, wie hoch. Oskars Trainer, der Schloß Neuhäuser Oberligaturner Moritz Brüggemann, sah Oskar eigentlich nur einsatzreif für den Boden, wo Oskar auch direkt mal nicht das Streichergebnis ablieferte. (Vier Turner treten je Gerät an, die schlechteste Wertung wird gestrichen.) Die Kiersper konnten gegenüber unseren Startern jeweils mindestens einen Punkt im Ergebnis drauf packen, so dass der Vorsprung nach dem ersten Gerät gleich komfortabel war.
Am Pauschenpferd kam sogar der noch erkältete Olaf durch seine Übung, und Philipp turnt ohnehin eine sehr schöne und schwierige Übung. Mit Thorsten hätten wir den Kierspern hier sogar gefährlich werden können. Auch an den Ringen musste die SG ohne Streichwertung auskommen, so dass jeder Fehler, jeder Strafpunkt, zählte. Oskar erturnte hier noch eine beachtliche 9,25 und hielt so den Verlust klein.
Am Sprung sahen die Kampfrichter an diesem Tag nur Handstandüberschläge. Oskar turnte auch an diesem Gerät nicht das Streichergebnis. Olaf und Philipp stellten jeweils ihren Überschlag ohne Wackler auf die Matte. Am Barren war leider der Wurm drin. Olaf und Philipp versemmelten beide ein eigentlich einfaches Teil und handelten sich eine Menge Abzüge für Zwischenschwünge ein. Ohne vierten Starter bedeutete dies wieder einen deutlichen Abstand auf die Kiersper.
Zumindest am Reck konnten wir den Kierspern zwei Gerätepunkte abnehmen: Patrick und Olaf turnten sauber durch, während Philipp als Schlussturner die schwierigste Übung des Tages zeigte und auch die Tageshöchstwertung an dem Gerät erhielt. So war es am Ende „nur“ ein Rückstand von knapp 11 Punkten, was durchaus im für die Landesliga üblichen Rahmen liegt.
Auch beim nächsten Heimwettkampf gegen Geiswald/Eichen wird es wohl wieder eine dünne Besetzung geben, weil Lars und Julian noch aus der Uni unabkömmlich sind und Thorsten seine Sehnen schonen muss. Hoffentlich sehen wir dann auch unsere beiden anderen Debütanten Jakob und Leandro in der Startaufstellung.

Offene Vereinsmeisterschaften mit Teilnehmerrekord

Nur einen Tag nach den Gaueinzelmeisterschaften richtete der TuS gemeinsam mit der TuRa Elsen offene Vereinsmeisterschaften in der Elsener Turnhalle aus. Alle die Turnerinen, die noch nicht das nötige Alter oder die Leistungsklasse für die Einzelmeisterschaften haben, waren nach Elsen eingeladen. Nicht nur ein Dutzend Wünnenberger Turnerinnen traten an, sondern auch Turnerinnen aus Paderborn, Schloß Neuhaus, Marienloh, Bad Lippspringe und natürlich Elsen. Kein Wunder, dass die Anzahl der Zuschauer den Einzelmeisterschaften am Vortag nicht nachstand.

Viele Helferinnen und Helfer aus Wünnenberg und Elsen machten den Tag möglich. Orchestriert von Thorsten Walter standen schon früh am Morgen die Turngeräte, Kuchen, geschmierte Brötchen und Salate, Kaffee und allerlei Zeug für die Auswertung bereit. Sogar zwei Woestes, die schon gar nicht mehr in NRW wohnen, waren zum Helfen angereist. Unsere großen Turnerinnen Rinad, Jana und Emma waren mit an die Kampfrichtertische und die Musikstation verteilt.

So gut organisiert, verlief der Wettkampf im Zeitplan und ohne Zwischenfälle, mit ordentlicher Ausbeute für die Bad Wünnenberger Starterinnen: Platz 1 für Lara Funke in der Altersklasse 2016/2017, Platz 3 für Frieda Münster, Platz 2 für Mia Egert in der Altersklasse 2014/2015. In der Altersklasse 2012/2013 erturnte Philippa Howes den ersten Platz, und Leonie Schäfer den zweiten Platz und Emma Herrmann den dritten Platz.

Zwei Podestplätze bei den Gaueinzelmeisterschaften 2025

Tolle Erfolge und herbe Enttäuschungen lagen nah beieinander bei den Gaueinzelmeisterschaften 2025 am 15. November 2025 in Schloss Neuhaus. Zwei unserer vielversprechendsten Starterinnen, Lisa Kaiser und Elina Kling, konnten verletzungsbedingt nicht antreten. So lag es an Maja Boos, Emma Stark, Rinad Machael und Jana Steins, den TuS Bad Wünnenberg würdig zu vertreten.
Die Nervosität war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern anzumerken. Am Sprung verweigerten etliche Starterinnen anderer Vereine den Absprung. Nicht der erste, aber der zweite Versuch gelang bei allen vier Wünnenbergerinnen und sorgte für ordentliche Elfer-Wertungen.
Am Schwebebalken hatte jeder unserer Turnerinnen außer Jana einen ungeplanten Abstieg. Drei unnötige Stürze gab es auch am Stufenbarren zu verzeichnen. Besonders ärgerlich: Maja turnte eine tolle und flüssige Übung, stolperte aber nach der Landung. Nur am Boden konnten die großen drei mit ihren seit langem einstudierten und mitreißend chroreografierten Übungen auftrumpfen. Maja zeigte eine im Vergleich zur zurück liegenden Gauligasaison schwierigere Übung.
Am Ende baumelte um den Hals von Jana eine Goldmedaille, der Lohn für eine solide Leistung über alle vier Gräte. Auch Rinad schaffte es aufs Treppchen: Platz drei, dicht gefolgt von Emma Stark auf Platz vier. Auch Maja behauptete sich gegen die starke Konkurrenz in ihrer Wettkampfklasse und erreichte den vierten von sechs Plätzen.

Zwei Tage Turnen und Geselligkeit

Ein Trainingslager der besonderen Art fand Ende September in der Wünnenberger Turnhalle statt. Anstatt sich nach dem Freitagstraining ins Wochenende zu verabschieden, rollten die Turnerinnen und Turner der Wettkampfgruppen ihre Schlafsäcke auf den Weichböden aus. In diesem Jahr waren auch die noch jungen Turnerinnen aus Gauliga vier dabei.
Nach einer stärkenden Mahlzeit in der Umkleidekabine wurde noch ein bisschen getobt und Abgänge vom Reck geübt, bis es Zeit für die Gutenachtgeschichte war. Der Termin für die Übernachtung ist mit Bedacht im Frühherbst vor der Zeitumstellung gewählt, weil die Turnhalle ja keine Gardinen hat. In der Dämmerung waren die jüngsten Turnerinnen trotz kurzer Nacht wieder quicklebendig und konnten nicht sehr lange davon abgehalten werden, mit einem Bällebomardement die Teenager zu wecken. Selbst Abteilungsleiter Franz Hegers, einem überzeugten Langschläfer, mussten wir diesmal nicht die Luft aus der Matratze lassen. Nach einer großen Frühstücksrunde mit Kakao und frischen Brötchen ging es noch einige Stunden munter weiter, wurden Salti und Felgrollen geübt. Aber auch die wohl größte Matten- und Deckenburg, die die Halle je gesehen hat, wurde errichtet.

Gauligamannschaften schaffen den Aufstieg

Furioser Abschlusswettkampf in der Gauligasaison 2025: Nach dem Sieg in Liga 4 im vergangenen Jahr marschiert die Mädchentruppe von Trainer Thorsten Walter einmal quer durch Liga drei und beendet die Saison erneut auf dem ersten Platz. Unsere Neulinge in Liga vier, trainiert von Lisa Kaiser und Julian Woeste, schlossen die Saison auf einem beachtlichen fünften Platz ab.
Die erste Mannschaft von Bruno Hötger behauptete sich in Liga 2 stabil auf dem dritten Platz und darf kommende Saison wohl in Liga 1 starten.