Landesligaturner feiern Einstand und retten gleich die Mannschaftsehre

Was sollte da bloß rauskommen? Ohne die verhinderten Studenten Julian Woeste und Lars Borhghoff, ohne den am Fuß verletzten Thorsten Walter, ohne die Nachwuchsturner Jakob Genc und Leandro Köppen fanden sich zum Landesligaauftakt am 7. Februar 2026 nur Philipp Wulf und Patrick Neufeld (vergangene Saison noch für Isselhorst am Start), Olaf Klinke und der Nachwuchsturner Oskar Scholz einer zahlenmäßig weit überlegenen Kiersper Mannschaft gegenüber.
Dass die SG Bad Wünnenberg/Elsen diesen Wettkampf verlieren würde, war offensichtlich. Die Frage war, wie hoch. Oskars Trainer, der Schloß Neuhäuser Oberligaturner Moritz Brüggemann, sah Oskar eigentlich nur einsatzreif für den Boden, wo Oskar auch direkt mal nicht das Streichergebnis ablieferte. (Vier Turner treten je Gerät an, die schlechteste Wertung wird gestrichen.) Die Kiersper konnten gegenüber unseren Startern jeweils mindestens einen Punkt im Ergebnis drauf packen, so dass der Vorsprung nach dem ersten Gerät gleich komfortabel war.
Am Pauschenpferd kam sogar der noch erkältete Olaf durch seine Übung, und Philipp turnt ohnehin eine sehr schöne und schwierige Übung. Mit Thorsten hätten wir den Kierspern hier sogar gefährlich werden können. Auch an den Ringen musste die SG ohne Streichwertung auskommen, so dass jeder Fehler, jeder Strafpunkt, zählte. Oskar erturnte hier noch eine beachtliche 9,25 und hielt so den Verlust klein.
Am Sprung sahen die Kampfrichter an diesem Tag nur Handstandüberschläge. Oskar turnte auch an diesem Gerät nicht das Streichergebnis. Olaf und Philipp stellten jeweils ihren Überschlag ohne Wackler auf die Matte. Am Barren war leider der Wurm drin. Olaf und Philipp versemmelten beide ein eigentlich einfaches Teil und handelten sich eine Menge Abzüge für Zwischenschwünge ein. Ohne vierten Starter bedeutete dies wieder einen deutlichen Abstand auf die Kiersper.
Zumindest am Reck konnten wir den Kierspern zwei Gerätepunkte abnehmen: Patrick und Olaf turnten sauber durch, während Philipp als Schlussturner die schwierigste Übung des Tages zeigte und auch die Tageshöchstwertung an dem Gerät erhielt. So war es am Ende „nur“ ein Rückstand von knapp 11 Punkten, was durchaus im für die Landesliga üblichen Rahmen liegt.
Auch beim nächsten Heimwettkampf gegen Geiswald/Eichen wird es wohl wieder eine dünne Besetzung geben, weil Lars und Julian noch aus der Uni unabkömmlich sind und Thorsten seine Sehnen schonen muss. Hoffentlich sehen wir dann auch unsere beiden anderen Debütanten Jakob und Leandro in der Startaufstellung.